Kid Drama What Do You See
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"Ich erinnere mich klar und deutlich an die erste Nacht, in der ich nicht mehr schlafen konnte. Ich hatte einen schrecklichen Traum. Einen finsteren, ekligen Traum. An den Inhalt erinnere ich mich nicht, was mir aber im Gedächtnis blieb, ist dieses unheimliche, Unglück verheißende Gefühl. Am Höhepunkt des Traums wachte ich auf. Ich war mit einem Schlag wach, als sei ich im äußersten Moment der Gefahr gerade noch rechtzeitig zurückgerissen worden, bevor ich nicht mehr aus dem Traum hätte zurückkehren können. Eine Weile rang ich keuchend nach Atem. […] Es war nur ein Traum, sagte ich zu mir selbst. Das Gesicht starr nach oben gewandt wartete ich darauf, dass mein Atem sich wieder beruhigte. […] In dem Moment meinte ich an meinen Füßen etwas zu sehen, einen undeutlichen schwarzen Schatten. Ich hielt den Atem an. Mein Herz, meine Lungen, alles in meinem Körper schien zu erstarren. Bewegungslos sah ich auf den Schatten.Unter meinem Blick nahm der Schatten jäh, als habe er darauf gewartet, klare Formen an. Die Umrisse wurden deutlich, das Innere füllte sich mit Substanz, dann wurden auch die Einzelheiten sichtbar. Es war ein abgemagerter alter Mann in eng anliegender schwarzer Kleidung. […]Das ist kein Traum, dachte ich. Aus dem Traum war ich ja bereits erwacht. Und ich war nicht nur halbwach, sondern meine Augen waren weit aufgerissen. Nein, dies ist kein Traum. Es ist Wirklichkeit. […]Er hielt irgendetwas in der Hand. Etwas Schmales, Langes, mit einer Rundung. Es schimmerte weiß. Ich starrte es an und dieses Etwas begann deutlich zu werden. Es war ein Krug. Der alte Mann zu meinen Füßen hielt einen Wasserkrug. Einen altmodischen irdenen Wasserkrug. Bald darauf hob er ihn hoch und begann Wasser auf meine Füße zu gießen. Doch ich spürte auch das Wasser nicht. Ich sah, wie das Wasser auf meine Füße floss. Ich hörte es auch. Aber meine Füße fühlten nichts. Der alte Mann goss unaufhörlich Wasser auf meine Füße. Seltsamerweise wurde das Wasser im Krug, so viel er auch goss, nicht alle. Ich dachte, dass meine Füße langsam faulen und sich auflösen würden. Das wäre nicht verwunderlich, da sie so lange mit Wasser begossen wurden. Bei der Vorstellung meiner faulenden und sich auflösenden Füße hielt ich es nicht länger aus.Ich schloss meine Augen und ließ einen Schrei los, so laut ich konnte.”Text aus Schlaf von Haruki MurakamiBild via resoulution

"Ich erinnere mich klar und deutlich an die erste Nacht, in der ich nicht mehr schlafen konnte. Ich hatte einen schrecklichen Traum. Einen finsteren, ekligen Traum. An den Inhalt erinnere ich mich nicht, was mir aber im Gedächtnis blieb, ist dieses unheimliche, Unglück verheißende Gefühl. Am Höhepunkt des Traums wachte ich auf. Ich war mit einem Schlag wach, als sei ich im äußersten Moment der Gefahr gerade noch rechtzeitig zurückgerissen worden, bevor ich nicht mehr aus dem Traum hätte zurückkehren können. Eine Weile rang ich keuchend nach Atem. […] 
Es war nur ein Traum, sagte ich zu mir selbst. Das Gesicht starr nach oben gewandt wartete ich darauf, dass mein Atem sich wieder beruhigte. […]
In dem Moment meinte ich an meinen Füßen etwas zu sehen, einen undeutlichen schwarzen Schatten. Ich hielt den Atem an. Mein Herz, meine Lungen, alles in meinem Körper schien zu erstarren. Bewegungslos sah ich auf den Schatten.
Unter meinem Blick nahm der Schatten jäh, als habe er darauf gewartet, klare Formen an. Die Umrisse wurden deutlich, das Innere füllte sich mit Substanz, dann wurden auch die Einzelheiten sichtbar. Es war ein abgemagerter alter Mann in eng anliegender schwarzer Kleidung. […]
Das ist kein Traum, dachte ich. Aus dem Traum war ich ja bereits erwacht. Und ich war nicht nur halbwach, sondern meine Augen waren weit aufgerissen. Nein, dies ist kein Traum. Es ist Wirklichkeit. […]
Er hielt irgendetwas in der Hand. Etwas Schmales, Langes, mit einer Rundung. Es schimmerte weiß. Ich starrte es an und dieses Etwas begann deutlich zu werden. Es war ein Krug. Der alte Mann zu meinen Füßen hielt einen Wasserkrug. Einen altmodischen irdenen Wasserkrug. Bald darauf hob er ihn hoch und begann Wasser auf meine Füße zu gießen. Doch ich spürte auch das Wasser nicht. Ich sah, wie das Wasser auf meine Füße floss. Ich hörte es auch. Aber meine Füße fühlten nichts. 
Der alte Mann goss unaufhörlich Wasser auf meine Füße. Seltsamerweise wurde das Wasser im Krug, so viel er auch goss, nicht alle. Ich dachte, dass meine Füße langsam faulen und sich auflösen würden. Das wäre nicht verwunderlich, da sie so lange mit Wasser begossen wurden. Bei der Vorstellung meiner faulenden und sich auflösenden Füße hielt ich es nicht länger aus.
Ich schloss meine Augen und ließ einen Schrei los, so laut ich konnte.”

Text aus Schlaf von Haruki Murakami
Bild via resoulution

(Source: slo-dan)

(Source: kuedo)

This has been a good week. I feel strong and healthy, I ate fruits, I worked hard, I succeeded, I had fun, I talked to my family, I spent time with great people and for the first time in about a year I felt like I could get my shit together eventually. Maybe I’ll realize that the things I tell myself in the morning when I can’t make it to get up as early as I actually want to aren’t true before I start to believe them. That would help.

I want this to go on.

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